Sabbateln mit Friedel und Horst

Saturday, September 30, 2006

Grand Canyon 28./29./30.9.



Drei Tage haben wir hier verbracht und wieder sagenhafte Dinge gesehen. Das absolute Highlight war gestern der Rundflug im Helicopter bei schoenem Wetter und es ist uns gar nicht schlecht geworden. Einer Guatemaltekin allerdings ging es danach nicht so gut. Friedel meint: Ich beneide die Voegel, die ohne Fluegelschlag ueber dem Grand Canyon kreisen. Der Flug mit dem Heli war trotzdem toll fuer sie, da sie vorne sass und die Aussicht bis zum Boden des Apparates hatte. Es gab auch eine DVD mit unserem Flug zu kaufen, diese haben wir uns dann prompt zugelegt. Sie wurde im PAL System gebrannt - echter Service. Ueberhaupt kann man hier konsumieren bis zum Teufel komm raus. Das IMAX Theatre hat einen Spitzenfilm ueber den Grand Canyon gezeigt, es hat sich ebenfalls gelohnt. Heute waren wir zu Fuss auf dem Trail unterwegs nach Westen, ca. 3 Stunden und unterwegs hatten wir natuerlich tolle Ausblicke. Wir muessen jetzt schon warnen vor der Diashow zum Grand Canyon, Bilder genug haben wir! Morgen fahren wir zum Joshua Tree National Park, dann geht es von dort zurueck nach Los Angeles, wo wir am Dienstag das "Wohni" abgeben werden. Von dort fahren wir nach San Diego und machen einen Besuch bei Familie Berthold.

Thursday, September 28, 2006

Lake Powell 26./27.9.


Jetzt sind wir doch noch einmal am Lake Powell gelandet, allerdings in Page, am suedlichen Zipfel des Stausees, von dem wir die Staumauer bewundert haben vom Boot und vom Visitor Center aus. Eine Tour fuehrte uns mit einem Touriboot in zwei Canyons und auf der Fahrt habe ich mich noch sehr gut unterhalten mit einer Kanadierin und einem englischen Ehepaar aus Derbyshire (Sheffield). Sie meinten, dass sie etwas Probleme haetten mit der amerikanischen Auffassung von der Vermeidung von Umweltproblemen. Wir konnten das nur bestaetigen, denn als wir gestern nachmittag am Seestrand zum Baden waren, hoerten wir das Geraeusch von einem Motor wie das einer Boeing. Es war ein Powerboot, das gerade von der Marina ablegte. Auch auf dem Campingplatz lassen einige Leute ihren Generator ohne Ruecksicht auf andere Camper laufen und machen einen sagenhaften Laerm. Verrueckt, was hier alles getan wird um die Freizeitbeduerfnisse der Leute zu befriedigen! Ein Hausboot auf dem Lake Powell zu mieten, kostet pro Tag 1.000 Dollar. Hausboote zu kaufen gibt es von 40.000 - 4.000.000 Dollar! Ein Millionenboot haben wir gesehen - auf dem Oberdeck mit 4 Speedbooten und alle Fenster verspiegelt. Da gehen wir doch lieber zum Baden an den Ummendorfer Badesee.
Heute geht es weiter zum Grand Canyon, fast schon der Abschluss und sicher wieder ein Hoehepunkt unserer Reise.

Monday, September 25, 2006

Monument Valley 25.09.


Am Abend der Ankunft am Campingplatz hier in Goulding in der Naehe vom Monument Valley Visitor Center stellten wir fest, dass es als Service des campgrounds einen Film von John Ford mit John Wayne geben wird, und zwar 'Stagecoach'. Ein Shuttlebus brachte uns dort hin und wir schauten uns begeistert an, wie John Wayne immer wieder mit der Postkutsche durch dieselbe Szenerie faehrt, die wir tagsueber gesehen hatten. Cliche von vorne bis hinten, mit einer Apachefrau, die ein spanisches/mexikanisches? Lied singt und danach ihren weissen Ehemann im Stich laesst, da die Apaches das Kriegsbeil ausgegraben haben. (Die Pferde nimmt sie auch gleich mit!) Aber Ringo alias John Wayne bringt alles in Ordnung wie es sich gehoert, mit einem shootout am Schluss und nur mit drei Patronen gegen drei Gegner.
Da gehoerte es natuerlich dazu, dass wir heute eine gefuehrte Tour durch das Monument Valley machten mit einem echten Navajo als Fahrer auf einem Jeep. Er machte an den richtigen Photostops halt und ich bannte Friedel mit Cowboyhut und auf einem Pferd auf den Fotochip. Irgenwann werdet ihr diese Fotos noch geniessen koennen. Wir fuhren zusammen mit einem Ehepaar aus England und einem Paar aus California und es machte grossen Spass sich mit ihnen zu unterhalten. Die beiden Amerikaner sprachen sogar ein bisschen Deutsch. Die Frau hatte in den 60iger Jahren ein Jahr in Salzburg studiert. Sie waren schon in Costa Rica und motivierten uns sehr zu dieser Reise. Friedel meinte: Beim Einkaufen sieht man hier Indianergesichter und Cowboygesichter friedlich hintereinander an der Kasse stehen (mit Visacard!)
Morgen fahren wir Richtung Grand Canyon und wir werden uns noch das Navajo National Monument unterwegs anschauen. (Auf spezielle Empfehlung von Uschi Esser!)

Sunday, September 24, 2006

Mesa Verde 24.09.



Vom Lake Powell ging es lange Zeit durch endlos lange Strassen nach Nordosten zum Mesa Verde National Park. Schon vor der Ankunft am Campingplatz leuchteten uns Schneeberge entgegen und wir dachten gleich - here we go again! Und tatsaechlich, die Nacht war sehr kalt. Am Morgen waren die Scheiben an den Autos gefroren, unser Wasser im Bus aber Gott sei Dank nicht! Die Heizung am Morgen war wieder sehr hilfreich. Der Besuch bei absolut klarem Himmel vom Park auf ueber 8000 feet war sagenhaft! Nicht nur wegen der praehistorischen Ausgrabungsfunde von den Puebloindianern, sondern auch wegen der fantastischen Aussicht auf die Umgebung mit Blick auf vier Staaten: Colorado, New Mexico, Utah und Arizona. Wir machten eine Fuehrung mit einem Park Ranger mit und sie erzaehlte sehr viel ueber die Lebensweise der Hopiindianer der damaligen Zeit. Danach fuhren wir am Nachmittag zum Monument Valley, das wir uns morgen anschauen werden.

Capitol Reef National Park/Lake Powell 23.09./24.09.



Wenn man von Park zu Park faehrt, verliert man langsam die Uebersicht ueber die Besonderheiten dieser Naturerlebnisse. Vor allem wenn man erst drei Tage spaeter darueber schreibt. Vom Capitol Reef Park waren wir begeistert, weil wir durch eine Schlucht gelaufen sind, wo die Waende hunderte von Metern an beiden Seiten hochstiegen - richtig awesome, wie die Amerikaner sagen. Da wir in der Nacht zuvor so gefroren hatten, beschlossen wir, an den Lake Powell zu fahren. Dies ist ein Stausee vom River Colorado und ein Paradies fuer Bootsbesitzer. Bei uns auf dem Platz war einer, dessen Transporter mit Auto, Wohnwagen und Boot eine Laenge von 82 feet hatte. Ihn trafen wir bei der Abfahrt an der Faehre ueber den See und da kamen wir ins Gespraech. Er ist mit einer African American verheiratet und hat zwei Toechter, die sie zuhause beschulen. (Da bekommen sie nicht soviel "bullshit" mit.) Bezueglich Rassenprobleme meinte er, dass es vor 40 Jahren viel schlimmer gewesen sein muss. Er kommt in seiner community in Michigan aber gut klar damit. So vertreibt man sich die Zeit beim Warten auf die Faehre! Am Lake Powell haben wir sogar gebadet. Das Ambiente ist nicht gerade, was wir von einem Badesee erwarten wuerden (vgl. Ummendorf!)- drum herum nur rote Felsen und die noch absolut kahl, doch das Wasser war ca. 20 Grad warm. Ein amerikanischer Campnachbar meinte, auch die "desolation" hat was.

Thursday, September 21, 2006

Bryce Canyon 22.09.


Als wir vom Zion National Park wegfuhren, hatten wir noch ueber 20 Grad. Auf dem Weg zum Bryce Canyon aber ging es hoch auf 3000 m und auf einmal ging es gegen 0 Grad! Wir schauten zuerst den Cedar Break Point an, simply breathtaking! Wenn man zum ersten Mal von oben in ein Felsenmeer schaut, bleibt einem schon die Spucke weg! In den Waeldern hier oben faengt schon die Herbstfaerbung der Birken an und es macht jetzt schon Eindruck, die farbigen Baeume zwischen Lavahalden zu sehen. Am Bryce Canyon angekommen, gingen wir an die Kante (rim) von wo man wieder die Gesteinsformationen von oben sieht - wouww - so was ist schon grandios! Wir hattten Glueck - kurz vorher trieben schon die ersten Schneeflocken gegen die Windschutzscheibe, jetzt klarte der Himmel auf und wir hatten ein tolles Farbenspiel mit Wolken, Licht und Schatten und den vielen Farben der Felsen.
Ausserdem war es nicht mehr ganz so kalt. Eine Stunde hielten wir uns auf und fuhren dann auf den Campingplatz 700 Meter tiefer, da Schneefall angesagt war fuer die Nacht. Trotzdem froren wir am Morgen, abends konnten wir die Busheizung geniessen. Friedel meinte - ein Horst von beiden Seiten waere nicht schlecht (beim Schlafen). Heute geht es weiter zum Capitol Reef National Park.

Tuesday, September 19, 2006



Zion National Park 19.09./20.09.

Ueber Las Vegas haben wir politisch korrekt geschimpft, jetzt kommt ein weiteres Highlight dran - der Zion National Park. Zuerst mal was grundsaetzliches zu den Parks: Wir haben uns einen Jahrespass gekauft (50 $) und haben so ueberall Zutritt. Immer gibt es ein Visitor Center mit sehr guten Infos ueber den Park, sowohl schriftlich als auch visuell mit Filmen. Karten bekommt man ebenso, doch diese sind fast ueberfluessig, da die Trails so gut beschrieben und angezeigt sind, dass man ueberall zurecht kommt. Die Ausstattung mit WCs ist hervorragend und mit Bussen (Shuttles) kommt man ueberall hin. Die Busfahrer/innen erklaeren meistens was zu den Eigenheiten der Parks, sodass man von Anfang an gut informiert ist.
Gestern machten wir unsere erste Wanderung hier und genossen die Bergformationen mit ihren unglaublichen Farbschattierungen (rot, braun, weiss...)
Heute haben wir eine Wanderung zum Ende des Canyons gemacht, am Virgin River entlang, so benannt von den Mormonen, die als erste weisse Siedler hier zugange waren. Ausserdem gibt es hier die Great Patriarchs - Abraham, Isaac und Jacob, drei wuchtige Berge, einfach schwer zu beschreiben. Man muss es selber sehen! Wir haben heute erfahren, dass wir nicht als Weltreisereporter auserlesen wurden und tragen es mit Fassung - verstehen tut das ja keiner, obwohl es Leute geben soll, die uns das nicht gegoennt haben! Also berichten wir von unserer Reise weiter, wahrscheinlich ist das viel interessanter! ;-)
Morgen geht es zum Bryce Canyon!

Sunday, September 17, 2006



Las Vegas (16. /17.9.)

Hier erleben wir gerade das absolute Gegenteil von dem, was wir in den Parks bisher erlebt haben. Unsinniger Wasser - und Energieverbrauch, Vergnuegungsmaschinerie - wie bloed kann der Mensch eigentlich noch sein! Na gut, wir schauen uns den Krampf ja auch an.
Die Anreise hier her ging stundenlang durch die Wuestenlandschaft von Nevada. Friedel meinte dazu, dass wir jetzt auch nicht mehr auf den Mond muessten! Heute bummeln wir noch etwas ueber den Strip und morgen wird es wieder Richtung Berge gehen. Der Zion National Park steht dann auf dem Programm. Ganz anders als in die Schule zu gehen und sich ueber einen schlechten Stundenplan aufzuregen!

Sequoia National Park (13. - 15.9.)

Wir haben zwei wunderschoene Tage dort verbracht und einige der groessten und aeltesten Baeume der Welt gesehen. Man kommt sich ganz klein vor. In der Naehe vom voluminoesesten Baum (Generl Sherman Tree) der Welt sahen wir trotz Touristen eine Baerenmama mit ihrem Jungen durch den Wald streunen. Abends wurde es empfindlich kalt und nachts haben wir jaemmerlich gefroren - ihr seht, eine USA Reise ist kein Zuckerschlecken! :-) Wir sind sehr angetan vom oekologischen Bemuehen in den Parks. Ausserdem klaeren sie die Besucher sehr gut ueber die Probleme auf (Abfall, Baeren fuettern, Wasser etc.) Fuer Wanderungen sind die Parks toll. Unterwegs sahen wir eine Rehkuh mit ihrem Jungen und natuerlich zahlreiche Backenhoernchen (oder so was aehnliches) Friedel meint ja, die Hoernchen, die die Strasse von rechts nach links ueberqueren sind die A-Hoernchen, doch das ist noch nicht ausdiskutiert!

Wednesday, September 13, 2006

San Francisco + Yosemite


San Francisco
Gleich nach der Ankunft sind wir Downtown gefahren und haben uns Chinatown angesehen. Die Wolkenkratzer waren halb im Nebel verhuellt - gespenstisch! Gespeist haben wir japanisch gut.
Am naechsten Tag sahen wir die Golden Gate Bridge vom Schiff aus, grandios, ein absolutes Highlight! Wir hatten Glueck mit dem Wetter, die Bruecke war nur teilweise im Nebel, gut zum Fotografieren. Nachmittags fuhren wir natuerlich noch mit dem Cable Car und schauten uns das Museum of Modern Art an. (Von aussen!)

Yosemite Valley

Dort blieben wir drei Naechte. Wir holten uns einen Muskelkater beim Wandern zu den Vernal Falls, deshalb haben wir es heute etwas gemuetlicher angehen lassen. Ich malte die Yosemite Falls von unten, allerdings ohne Wasser. Zur Zeit ist es zu trocken. Beim Aussteigen aus dem Bus fragte der Busfahrer - You guys from Germany, what car do you drive, Mercedes? Ich - No, Mazda, Mercedes is too expensive. Morgen geht es weiter zum Giant Sequoia National Park, mal sehen, was uns da erwartet. Bis jetzt klappt es mit dem Internetanschluss auf den Campingplaetzen, allerdings nur bei den grossen. mit den Fotos geht im Moment nichts, mal sehen.

Saturday, September 09, 2006


Welcome to America - dies haben wir schon oft gehoert von freundlichen Amerikanern auf den Campingplaetzen und auch sonst in Geschaeften usw. Begonnen haben wir in L.A. am ersten Tag mit einer Stadtrundfahrt zu den Schauplaetzen von "Pretty Woman" mit Julia Roberts und Richard Gere. Wir fuhren durch Hollywood, Beverley Hills, machten einen Abstecher zum Farmer's Market, sahen die ausgeflippten Typen in Venice, hoerten die ganze Zeit was die Appartements in L.A. kosten - Marbella laesst gruessen, allerdings noch ein bisschen teurer. Nur nicht ganz so schoen! Am zweiten Tag nahmen wir unser Wohnmobil in Empfang. Die Ausruestung ist etwas sparsam, doch andere Camper, die von der Tour zurueckkamen, vermachten uns Weinglaeser, einen Toaster und Lebensmittel. Amerikaner wuerden so etwas nicht machen, hoerten wir - ab in den Muell damit!
Viele Deutsche sind unterwegs, viele Lehrer mit Familie, aber nur noch maximal eine Woche! (Leichtes Lachen!)
In L.A. war es sehr heiss, jetzt in San Francisco brauchen wir unsere Fleecejacken. Die Fahrt hier hoch ging am Highway Number 1 entlang - z.T. atemberaubendes Panorama!
An den Camper haben wir uns jetzt gewoehnt, an das Fahren auf den amerikanischen Free - und Highways auch, heute sogar zehnspurig! Der kalifornische Wein schmeckt vorzueglich, nur die Laugenweckle ....? (haben wir noch nicht gefunden, aber Muesli!!!)
Die ersten Visitenkarten wurden bereits getauscht mit Harry und Anita Dutt, Nachkommen deutscher Auswanderer. Man kommt mit den Leuten sehr leicht in Kontakt und sie sind alle sehr hilfsbereit - unser Amerikabild beginnt sich zu formen (zu aendern?)