Sabbateln mit Friedel und Horst

Friday, July 27, 2007

Tanzreise Insel Chios - Griechenland 28.06. - 12.07.








Wir hatten Glück, dass wir kurzfristig eine Tanzreise bei unserem wohl bekannten Tanzlehrer Kyriakos Chamalidis antreten konnten, denn diese Reise nahm er kurzfristig in sein Programm auf und deshalb flogen wir von München aus am 28. Juli über Athen nach Chios vor der türkischen Küste. Untergebracht waren wir in einer Pension in Limnos Beach im Nordwesten der Insel. Das Programm sah vier Stunden Tanz pro Tag vor, außerdem Ausflüge auf der Insel, den Besuch einer Tanzdarbietung in der Inselhauptstadt und, was mir sehr entgegen kam, ein Kurs in Neugriechisch, gehalten von seiner Frau Asimina. Da Kyriakos ein sehr routinierter und ausgesprochen motivierender Tanzlehrer ist, machte uns der Aufenthalt auf der Insel sehr viel Spaß. Die Gruppe von 18 Teilnehmerinnen (ich war der einzige männliche Tänzer) war sehr angenehm und wir genossen es, mal wieder in griechische Lebensart einzutauchen. Die Ausflüge führten uns in den Süden der Insel, in das Anbaugebiet von Mastix, aus dem Arzneimittel, Kaugummi, Schnaps etc. hergestellt werden. Mastix gedeiht nur in diesem Teil der Insel und sonst nirgends auf der Welt. Außerdem besuchten wir bekannte Klöster, machten kleine Wanderungen und erkundeten eine Tropfsteinhöhle, dazu besuchten wir noch das Folkloremuseum und das archäologische Museum (ein Kleinod!) in der Hauptstadt Chios. Es war sehr heiß, bis über 35 Grad, doch wir konnten jeden Morgen vor dem Frühstück zum Schwimmen an eine sehr schön ruhig gelegene Bucht gehen und uns dort auch sonst tagsüber in der tanzfreien Zeit erholen. Im Griechischkurs lernten wir die wichtigsten Dinge für den Anfang und wir wurden von Asimina angehalten, dies gleich in der Taverne und in den Geschäften anzuwenden, was wir prompt mit mehr oder weniger Erfolg taten. Motiviert hat mich dies auf alle Fälle, später mal wieder mit dem Neugriechischen weiter zu machen, denn interessant ist das Kennenlernen dieser Sprache schon allein wegen der Auswirkung auf die anderen europäischen Sprachen, auch des Deutschen. Für unsere Tanzgruppe in Ummendorf haben wir genügend Material und tolle Musik für den im September wieder beginnenden Tanzkurs, worauf wir uns natürlich sehr freuen.

Donaukreuzfahrt Passau - Budapest - Passau 15.06. - 21.06.









Im Sabbatjahr wollten wir auch etwas mit meinen Eltern unternehmen, deshalb griffen wir zu, als in der Fernsehbeilage der Tageszeitung das Angebot einer Donaukreuzfahrt gemacht wurde und das zu einem günstigen Preis. Wir hatten zudem noch Glück, denn offensichtlich waren die Kabinen der niedrigsten Preisklasse überbucht, so dass wir ein "Upgrade" erhielten und dies bedeutete, dass wir eine Kabine im obersten Stock hatten mit Panoramafenster und einer ausgezeichneten Ausstattung. Wir waren ja etwas skeptisch, denn so eine Kreuzfahrt ist wohl eher etwas für ältere Semester, doch wir waren angenehm überrascht vom Programm und dem Service an Bord, vom Essen ganz zu schweigen! Die Fahrt begann in Passau mit dem Schiff MS Swiss Gloria, in Dienst gestellt im Jahre 2005 und im Besitz einer Schweizer Reederei - Schweizer Qualität eben! Das Schiff ist eines von ca. 130 Kreuzfahrtschiffen, die sich im Moment auf der Donau tummeln. Der Kapitän, von dem wir diese Auskunft erhielten, ist Holländer und kennt die Donau wie seine Westentasche, denn er befährt sie schon seit zig Jahren. Die Besatzung setzte sich hauptsächlich aus Bulgaren, Indonesiern, Deutschen und Ungarn zusammen und sie waren sehr darum bemüht, dass die Passagiere zufrieden gestellt wurden. Der Komfort an Bord ist der eines Fünfsterne Hotels und wie ich von der Rezeptionistin erfuhr, wird das Schiff im Winter als Hotelschiff in Binnenhäfen von Städten eingesetzt, wo Weihnachtsmärkte stattfinden (Köln, Nürnberg). Wir fuhren nach dem Ablegen um 15.30 Uhr in einer Nachtfahrt zunächst nach Wien, wo wir morgens um 9.00 Uhr bei der Reichsbrücke anlegen. Eine Stadtrundfahrt ist morgens angesagt, mit Führung beim Stefansdom und einem Besuch im Kunsthaus von Wien, vom Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet. Abends, während des Abendessens, legen wir ab und in einer weiteren Nachtfahrt geht es nach Esztergom in Ungarn, wo wir am nächsten Morgen anlegen und die Ausflügler zum Donauknie von Bord lassen. Wir wollen die schöne Strecke und die Einfahrt in Budapest erleben und bleiben deshalb an Bord. 2003 war ich die Strecke schon mit dem Fahrrad und auf einer Zille gefahren, so dass ich von Bord aus Gelegenheit hatte, altbekannte Anlegestellen zu betrachten und viele Erinnerungen kamen mir wieder in den Sinn von unserer Donautanzfahrt. Kurz vor Mittag kommen wir bei heißem Wetter im schönen Budapest an und wir legen unterhalb der Freiheitsbrücke an, gegenüber vom Hotel Gellert, dessen berühmtes Bad wir am folgenden Tag besuchen und wir es uns in den warmen Bädern gut gehen lassen. Doch zunächst ist am Abend eine "Lichterfahrt" durch die Stadt angesagt - ein Ausflug auf den Gellertberg und den Burgberg mit der Fischerbastei. Am Tag darauf findet ein Ausflug in die Puszta statt mit Pferdevorführungen auf höchstem Niveau. Am Abend, nach einem kurzen Stadtbummel in der Hitze, gibt es ein tolles Abendessen bei Sonnenuntergang, danach werden wir von einer ungarischen Folkloregruppe unterhalten, die eine sehr anspruchsvolle Tanzshow darbietet, mit Livemusik! Als wir schließlich aus Budapest hinausfahren, ist es dunkel und wir sehen die Stadt mit dem beleuchteten Burgberg und der Kettenbrücke - zauberhaft! Auf dem Rückweg machen wir Station in Bratislava (Stadtbummel) und Dürnstein (Besteigung der Burg) und obwohl wir die Donau aufmerksam beobachten, sehen wir leider keine Donaufahrer des Wieland-Gymnasiums auf dem Weg nach Wien.
Meine Eltern und wir haben diese Fahrt sehr genossen und wir können es uns gut vorstellen, so etwas später nochmals zu machen, doch im nächsten Schuljahr werde ich erst einmal wieder mit den Schülern auf die Donau gehen und dabei die Strecke paddeln, was im Moment garantiert etwas erlebnisintensiver ist.