Donaukreuzfahrt Passau - Budapest - Passau 15.06. - 21.06.




Im Sabbatjahr wollten wir auch etwas mit meinen Eltern unternehmen, deshalb griffen wir zu, als in der

Fernsehbeilage der Tageszeitung das A
ngebot einer Donaukreuzfahrt
gemacht wurde und das zu einem günstigen Preis. Wir hatten zudem noch Glück, denn offensichtlich waren die Kabinen der niedrigsten Preisklasse überbucht, so dass wir ein "Upgrade" erhielten und dies bedeutete, dass wir eine Kabine im obersten Stock hatten mit Panoramafenster und einer ausgezeichneten Ausstattung. Wir waren ja etwas skeptisch, denn so eine Kreuzfahrt ist wohl eher etwas für ältere Semester, doch wir waren angenehm überrascht vom Programm und dem Service an Bord, vom Essen ganz zu schweigen! Die Fahrt begann in Passau mit dem Schiff MS Swiss Gloria, in Dienst gestellt im Jahre 2005 und im Besitz einer Schweizer Reederei - Schweizer Qualität eben! Das Schiff ist eines von ca. 130 Kreuzfahrtschiffen, die sich im Moment auf der Donau tummeln. Der Kapitän, von dem wir diese Auskunft erhielten, ist Holländer und kennt die Donau wie seine Westentasche, denn er befährt sie schon seit zig Jahren. Die Besatzung setzte sich hauptsächlich aus Bulgaren, Indonesiern, Deutschen und Ungarn zusammen und sie waren sehr darum bemüht, dass die Passagiere zufrieden gestellt wurden. Der Komfort an Bord ist der eines Fünfsterne Hotels und wie ich von der Rezeptionistin erfuhr, wird das Schiff im Winter als Hotelschiff in Binnenhäfen von Städten eingesetzt, wo Weihnachtsmärkte stattfinden (Köln, Nürnberg). Wir fuhren nach dem Ablegen um 15.30 Uhr in einer Nachtfahrt zunächst nach Wien, wo wir morgens um 9.00 Uhr bei der Reichsbrücke anlegen. Eine Stadtrundfahrt ist morgens angesagt, mit Führung beim Stefansdom und einem Besuch im Kunsthaus von Wien, vom Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet. Abends, während des Abendessens, legen wir ab und in einer weiteren Nachtfahrt geht es nach Esztergom in Ungarn, wo wir am nächsten Morgen anlegen und die Ausflügler zum Donauknie von Bord lassen. Wir wollen die schöne Strecke und die Einfahrt in Budapest erleben und bleiben deshalb an Bord. 2003 war ich die Strecke schon mit dem Fahrrad und auf einer Zille gefahren, so dass ich von Bord aus Gelegenheit hatte, altbekannte Anlegestellen zu betrachten und viele Erinnerungen kamen mir wieder in den Sinn von unserer Donautanzfahrt. Kurz vor Mittag kommen wir bei heißem Wetter im schönen Budapest an und wir legen unterhalb der Freiheitsbrücke an, gegenüber vom Hotel Gellert, dessen berühmtes Bad wir am folgenden Tag besuchen und wir es uns in den warmen Bädern gut gehen lassen. Doch zunächst ist am Abend eine "Lichterfahrt" durch die Stadt angesagt - ein Ausflug auf den Gellertberg und den Burgberg mit der Fischerbastei. Am Tag darauf findet ein Ausflug in die Puszta statt mit Pferdevorführungen auf höchstem Niveau. Am Abend, nach einem kurzen Stadtbummel in der Hitze, gibt es ein tolles Abendessen bei Sonnenuntergang, danach werden wir von einer ungarischen Folkloregruppe unterhalten, die eine sehr anspruchsvolle Tanzshow darbietet, mit Livemusik! Als wir schließlich aus Budapest hinausfahren, ist es dunkel und wir sehen die Stadt mit dem beleuchteten Burgberg und der Kettenbrücke - zauberhaft! Auf dem Rückweg machen wir Station in Bratislava (Stadtbummel) und Dürnstein (Besteigung der Burg) und obwohl wir die Donau aufmerksam beobachten, sehen wir leider keine Donaufahrer des Wieland-Gymnasiums auf dem Weg nach Wien.Meine Eltern und wir haben diese Fahrt sehr genossen und wir können es uns gut vorstellen, so etwas später nochmals zu machen, doch im nächsten Schuljahr werde ich erst einmal wieder mit den Schülern auf die Donau gehen und dabei die Strecke paddeln, was im Moment garantiert etwas erlebnisintensiver ist.

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