Buenos Aires 15. - 17.01.



Wir erhielten am Montag unsere Flugtickets und erfuhren, dass wir erst am Mittwochabend um 22.00 Uhr von hier nach Madrid fliegen, dann am Tag darauf um 18.00 Uhr nach Frankfurt. Also blieben uns noch fast drei volle Tage, um Buenos Aires kennenzulernen. Am Montag fuhren wir nochmals nach "La Boca", um ein paar Fotos zu machen, denn ob die Wiederherstellung der Fotos auf dem kaputten Chip klappen wird, weiss ich nicht. Die farbigen Haeuser und die Strassenszenen bieten jede Menge Motive, ausserdem die vielen Lokale, die natuerlich touristisch "aufgeruestet" sind. Wir nutzten die Gelegenheit, einige Einkaeufe zu taetigen, Zeitung zu lesen, damit war der Tag auch wieder vorbei. Am Dienstag besuchten wir das "Museo Nacional de Bellas Artes" und sahen, wie in Argentinien im 19. Jahrhundert im Zuge der Unabhaengigkeit eine nationale Kunstbewegung entstand. Am Hafen "Puerto Madero" gingen wir nochmals spazieren und sahen dabei die Faehre, die nach Montevideo in Uruguay faehrt. Ueber das Denkmal zu dem Krieg in den Falklands und dem Monument fuer den Befreier San Martín ging es durch die Einkaufsmeile "Florida" ins Hotel zurueck. Schoen sind die vielen architektonischen Ideen, die hier realisiert worden sind, allerdings sahen wir auf dem Nachhauseweg viele Jugendliche in den Muellsaecken wuehlen. Sie suchten entweder nach Essbarem oder sie trennten Muell, wie Kartonagen, um ihn irgendwo zu verkaufen. Ueberhaupt ist dies etwas, was uns zu schaffen macht: Der unglaubliche Reichtum, der in Suedamerika immer wieder deutlich wird und die Armut, die man auf der Strasse sieht. Ganze Familien mit Kleinkindern liegen hier auf dem Gehweg, um zu schlafen, oder sie sind mit dem Fahrrad und dem ganzen Hausrat unterwegs, wie wir es in der Avenida de Mayo beobachten konnten. Oft kommen Kinder in den Cafés oder Restaurants vorbei, um irgendeinen Krimskrams anzubieten und um Almosen zu betteln. Sie werden dann von den Kellnern freundlich, aber bestimmt weggeschickt, doch es ist ein Problem, wie uns ein Kellner erklaerte. Manche der Kinder werden agressiv und die Polizei schreitet ueberhaupt nicht ein. Kinderarbeit ist auf der Einkaufsmeile zu sehen, denn Kinder im Grundschulalter spielen dort Ziehorgel, um Geld zu verdienen.
Fuer uns geht eine Reise mit sehr vielen Eindruecken zu Ende, die erst im Laufe der Zeit eingeordnet werden koennen, wahrscheinlich mit den Bildern und dem Tagebuch, das ich zusaetzlich zum Blog geschrieben habe. Wir werden zu Patagonien, Buenos Aires und Iguazú Bilder in den Blog stellen, dies aber erst, wenn wir wieder in Deutschland sind.

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