Sabbateln mit Friedel und Horst

Thursday, December 21, 2006

Argentinien 19. - 21.12.




In El Chalten machten wir am Morgen noch eine zweistuendige Wanderung in die Anden - endlich einmal laenger gehen duerfen! Wir hatten eine wunderschoene Aussicht auf die Berge und auf ein Flusstal, Produkt eines Gletschers. Hier ist der Ausgangspunkt fuer viele junge Trekker und Bergsteiger, die auch mehrere Tage unterwegs sind. El Chalten waechst daher jedes Jahr betraechtlich, wie uns unser Reiseleiter erzaehlte. Allerdings war es trotz Sommers kuehl und das Wetter hier ist sehr, sehr wechselhaft.
Im Moment geht die Sonne etwa kurz nach 22.00 Uhr unter und um 6.30 Uhr auf. Von El Chalten fuhren wir wieder durch die patagonische Hochebene, vorbei an tuerkisfarbenen Fluessen und Seen. Die Berglandschaft ist gepraegt durch die Erosion und die Pflanzenwelt ist dem Wind und Wetter angepasst. Keine Baeume, ausser manchmal in Flusstaelern und zum Schutz der Estancias (Farmen).
Unser naechstes Ziel war El Calafate, auch ein aufstrebender Touristenort mit Flugpatz, vielen Geschaeften, Restaurants und der Sommerresidenz des Praesidenten Nestor Kirchner. Von hier aus besucht man den Parque Nacional de los Glaciares, die zahlreichen Andengletscher der Umgebung. Am Mittwoch fuhren wir mit dem Bus zum Perito Moreno, einem Gletscher, den man von einem Fusspfad aus bestaunen und dessen Kalben man von dort aus beobachten kann. Dauernd hoert man es krachen wie bei uns in der Silvesternacht und grosse Eisbloecke stuerzen in den Lago Argentino, einem See, doppelt so gross wie der Bodensee.
Heute war der Hoehepunkt der Besichtigungstour der Gletscher: Mit einem Katamaran ging es in andere Arme des Lago Argentino und wir sahen vom Schiff aus Eisberge in den verschiedensten Blautoenen schwimmen. Wir fuhren unter zwei Abbrueche von Gletschern, dem Upsala Gletscher und dem Spegazzini Gletscher. Gekalbt haben sie nicht, doch der Anblick von unten bietet eine ganz andere Perspektive. In der Bahía Onelli legten wir an und marschierten im Hunderterpack von Touristen zu einem See, der von fuenf Gletschern gespeist wird! Zwei Maenner hatten wohl eine Wette gemacht und gingen in das 2-5 Grad kalte Wasser hinein. Auf der Fahrt zu diesen Attraktionen sass ein Japaner am Fenster, schlafend. Nur wenn eine Durchsage kam, wachte er auf und machte schnell ein Foto, um gleich wieder zu entschlummern.
Heute steht noch ein Asado auf dem Programm, d.h. es gibt Gegrilltes. Der argentinische Rotwein ist auch nicht von schlechten Eltern, ihr seht, wir lassen es uns immer noch gut gehen.

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