Sabbateln mit Friedel und Horst

Wednesday, December 06, 2006

Santiago de Chile 4. / 5.12




Am Montag fuhren wir mit der Zahnradbahn (Funicular) auf den heiligen Berg Santiagos, den Cerro San Cristóbal. Von oben hat man einen ausgezeichneten Blick auf die Stadt. Gekroent wird der Berg von einer riesigen, weissen Statue der unbefleckten Maria (Imaculada). In der Markthalle assen wir nochmals zu Mittag und wir wurden von einem deutschen Kellner bedient, der in Rottweil auf der Berufsschule war. Er erzaehlte uns von der Rivalitaet zwischen den Kellnern und wir bekamen es gleich mit, denn ein Kollege wollte ihm Gaeste abspenstig machen.
Am Dienstag besuchten wir das Stadthaus Pablo Nerudas, "La Chascona". Er nannte es deshalb so, weil seine Geliebte und spaetere Frau Matilde lockige Haare hatte. Auch dieses Haus ist einem Schiffsinneren nachempfunden und mit vielen Sammelobjekten ausgestattet wie in Isla Negra. Die Urkunde fuer den Nobelpreis ist hier auch zu sehen. Ausserdem sind viele Bilder von befreundeten Malern ausgestellt, die sie ihm schenkten. So von Diego Rivera und Siqueiros aus Mexiko. Nach seinem Tode, kurz nach dem Militaerputsch, wurde vieles im Haus zerstoert, aber seine Frau Matilde hat spaeter Einrichtungsgegenstaende aus einem Haus in Frankreich hierher gebracht. Unser Fuehrer war ein junger Literaturstudent, der sehr viel Ahnung hatte. Da wir die einzigen in der Fuehrung waren, konnten wir natuerlich viel nachfragen.
Die Stiftung Pablo Neruda verwaltet seinen Nachlass absolut professionell, ueberhaupt bemerkt man hier in Chile, dass sie wesentlich weiter sind in der Entwicklung als in Mexiko. Der Lebensstandard hat europaeisches Niveau, wie man an Strassen, Haeusern, Kleidung und Autos bemerkt.
Anschliessend fuhren wir ins Schwimmbad auf dem Cerro San Cristóbal und wir konnten in einem riesigen Schwimmbecken schwimmen (82m Laenge!). Am Nachmittag hat es im Moment um die 30 Grad und das an Nikolaus!

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