Sabbateln mit Friedel und Horst

Sunday, December 10, 2006

Chile 9./10.12.




Rotel Tour ist etwas ganz besonderes: Der Fahrer Ludwig ist zugleich Koch und bereitet Abendessen und Fruehstueck zu. Bei Ankunft an einem neuen Patz muessen die Maenner erst einmal das Rotel aufbauen, d.h. den Anhaenger mit den Schlafkabinen, die Frauen helfen beim Gemueseschneiden etc. (Maenner duerfen auch mitmachen!) Tischgarnituren werden ausgeraeumt und jeder schaut nach seinem Geschirrbeutelchen, damit er dann auch essen kann. Die Ubernachtungsplaetze sind ganz unterschiedlicher Art: Campingplaetze, angemietete Cabañas (Huetten), wo man sich die Duschen teilt... Unser Guide Manfred ist sehr gut informiert und hat schoene Geschichten auf Lager. So zum Beispiel gestern, als er uns erklaerte, was "Onces Alemanas" bedeutet. Die Deutschen Siedler liebten es, nachmittags ein Vesper zu sich zu nehmen. Dabei konnte man sich schon einmal einen Schnaps erlauben. Dieser heisst auf Spanisch aguardiente und hat 11 Buchstaben. Deshalb sagten sie etwas verschluesselt "Una once, por favor".
Unsere Fahrt ging bisher hauptsaechlich auf der Panamericana, der Ruta 5, nach Sueden. Das Gebiet wurde ab 1851 von deutschen Siedlern erschlossen. Sie bekamen einen Ochsenkarren, eine Kuh und Werkzeug von der chilenischen Regierung. Damit hatten sie zwei Jahre Zeit, ein Haus zu bauen und das zugeteilte Land urbar zu machen. Die Parzellen waren bis 3000 ha gross, auch heute gibt es hier deshalb grosse Grundstuecke. Man sieht viele deutsche Namen in den Orten und auf Strassenschildern. Kuchen heisst hier auf Spanisch Kuchen und es gibt auch Apelstrudel.Gestern uebernachteten wir in Villarrica, mit Blick auf den gleichnamigen Vulkan. Abends sahen wir den Rauch herauskommen und er lag ganz frei in der herrlichen Abendsonne. Friedel und ich badeten im See bei ca. knapp 20 Grad. In den Ortschaften gibt es nette Fischmaerkte, in Valdivia schnappten Seeloewen nach Fischresten beim Filetieren der Fische im Hafen. Viele Andenkenlaeden bieten Strick - und Holzsachen an. Leider haben wir keinen Platz mehr im Koffer. Gestern abend gab es eine chilenische Parillada im Restaurant des Campingplatzes und es hat ausgezeichnet geschmeckt. Der Rot-u.Weisswein hier ist hervorragend!

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