Campeche / Mérida 8./ 9.11.


Am Busbahnhof haben wir heute ohne Probleme Tickets fuer den 9 Uhr Bus nach Mérida bekommen. Auf dem Busbahnhof trafen wir wieder das tschechische Paar, die dieselbe Route fahren wie wir. Heute fuhren wir nur 2,5 Stunden und brauchten nur ein amerikanisches Melodram auf Spanisch anzuschauen. Trotzdem ganz unterhaltsam und man hoert sich langsam ein. So braucht man am Abend kein Fernsehen mehr um auf die taegliche Ration zu kommen. Gestern hat Friedel in Campeche in einem Hostal die Moeglichkeit genutzt, ein von ihr gelesenes deutsches Buch aus Costa Rica in ein anderes umzutauschen. Eine gute Sache! In unserem Fuehrer "Lonely Planet Mexico" stand dieser Tipp drin und es hat gestimmt. Ansonsten haben wir noch eine weitere gute Erfahrung mit dem mexikanischen Gesundheitssystem gemacht. Da Friedel schon seit einiger Zeit Probleme mit einem entzundenen Insektenstich hat, haben wir in der Apotheke nach einem Mittel gefragt. Die Apothekerin empfahl uns, zu einem Arzt zu gehen, da die Stiche kritisch werden koennen. Also gingen wir in die Praxis des von ihr empfohlenen Arztes und dort fanden wir heraus, dass diese Arztpraxis nur dazu dient, die Leute zu beraten und keine Behandlungen durchzufuehren. Wir kamen nach 20 Minuten dran und er konnte uns beruhigen. Es sei nichts schlimmes und Friedel soll einige Zeit ein Antibiotikum nehmen und eine Salbe, die er auch gleich verschrieb. Die ganze Sache kostete beim Arzt 20 Pesos, was 1,50 Euro entspricht. Die Medikamente kosteten 90 Pesos = 7 Euro. Der Arzt freute sich, dass er Besuch hatte aus Europa und dass er uns helfen konnte. Als wir aus dem Zimmer hinausgingen, warteten schon etwa 10 Leute auf ihn. Die ernsten Faelle werden von ihm an andere Aerzte ueberwiesen.
Heute in Mérida unternahmen wir einen Stadtbummel und am Nachmittag machten wir es uns am Pool auf dem Dach des Hotels Caribe mitten in der Stadt bequem (mit Blick auf die Kathedrale und den Plaza Central). Morgen fahren wir nach Cancún weiter, da wir endlich aus den Staedten herauskommen und uns am Meer erholen wollen. Ja wirklich, Reisen bildet nicht nur, sondern es ist auch manchmal anstrengend. Vor allem die Innenstaedte hier sind voll von stinkenden Autos und Bussen, was nicht besonders foerderlich ist fuer die Gesundheit. (Da faellt doch sicher jemandem ein Kommentar dazu ein, nicht wahr, Jupp!)

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