Manuel Antonio / Parque Nacional 21.10./22.10.

Um 7.45 Uhr wurden wir am Samstag von einem Fuehrer des Parque Nacional mit dem Minibus abgeholt zu der Fuehrung durch den Park, der an der Kueste gelegen ist. Friedel und ich waren die exklusiven Gaeste der Fuehrung, da sich anscheinend um diese Zeit noch keiner der anderen Touristen dafuer entscheiden konnte. Efraín, unser guia, ist der Enkel des Initiators des Parks und er lebte im Urwald im Haus seiner Eltern bis er 11 Jahre alt war. Wir bemerkten auch sofort, wie gut er die Gegend und die Tiere kannte. Er sah Dinge, die wir alleine nie entdeckt haetten! Mit dem Teleskop brachte er uns Insekten nahe, die so gut an die Umgebung angepasst sind, dass es sogar schwer war sie durch das Teleskop zu entdecken. Basiliskos zeigte er uns, die ueber das Wasser laufen koennen, ausserdem sahen wir weisse Ibisse, einen Kaimán, Iguanas (Echsen), Strand - und Flusskrebse, Termiten, Faultiere, Affen (monos cara blanca), einen Aguito (eine Art Biber ohne Schwanz), fuer uns unbekannte Spinnen etc. Drei Stunden nahm er sich fuer uns Zeit und sie verging wie im Flug. Wir hatten Glueck, denn es regnete nicht waehrend der Fuehrung, erst wieder am Abend.
Heute Sonntag, wurden wir persoenlich von dem Angestellten des Reisebueros, bei dem wir die Reise gebucht hatten, am Hotel abgeholt. Mit seinem Privatwagen fuhr er uns zurueck nach San José, begleitet von seiner Freundin. Alles hat geklappt wie es mit ihm besprochen war und auch die Buchung der uebrigen Fluege hat er fuer uns erledigt. Wir freuten uns ueber den ausgezeichneten Service und taten dies auch kund. Ueberhaupt ist das grosse Plus hier in Costa Rica, dass die Leute sehr offen sind und sehr kommunikativ. Dies nehmen wir als ausgesprochen gute Erfahrung mit. Leider gibt es hier auch Armut und die Finanzkraft der normalen Leute ist nicht sehr hoch. Gestern las ich in der Zeitung, dass der Staat nur 1,7% seiner Ausgaben fuer die Gemeinden bereitstellt. Kein Wunder, dass die Strassen dort allgemein sehr schlecht sind. Wir werden auf alle Faelle nach unserer Rueckkehr Kaffee aus Costa Rica kaufen, denn er wird biologisch angepflanzt und der Geschmack ist ausgezeichnet.
Trotz aller Probleme ist Costa Rica Einwanderungsland fuer die Nachbarstaaten Nicaragua und Panamá, was natuerlich weitere Probleme schafft. Ueber all diese Dinge konnten wir uns auf der Rueckfahrt auch mit unserem Chauffeur unterhalten, der sehr interessiert war an Deutschland. Vielleicht koennen wir ihn und seine Frau mal bei uns begruessen.
Unser Flug sollte um 18.30 Uhr losgehen, doch aufgrund des Wetters musste das uns abholende Flugzeug in San Salvador landen und wir wurden in ein Hotel verfrachtet, wo es etwas zu essen gab und wir ein Zimmer erhielten, bis wir wieder abgeholt werden um kurz vor 24.00 Uhr. Unserem Hotel in Mexiko Stadt konnten wir anrufen, dass wir wohl erst um 6.00 Uhr morgens ankommen werden. Fuer die Kosten des Hotels etc. kommt die Costarikanische Fluggesellschaft auf. Deshalb sitze ich jetzt in der Lounge des Hotels und schreibe euch diese Zeilen. Prompt haben wir unter den Fluggaesten eine Mexikanerin kenngelernt, die auf der Deutschen Schule in Mexiko Stadt war und jetzt als Beraterin in Sexualfragen und Aufklaerung arbeitet. Sie war auf einem Kongress hier in San José und freut sich, mit uns ein bisschen Deutsch zu sprechen.Wir sprachen sie an, da sie ein Buch mit der Venus von Willendorf auf dem Einband las. Das Tolle an der Reise sind vor allem die Begegnungen mit anderen Menschen und die Unterhaltungen mit ihnen. Wir hoffen, dass es in Mexiko aehnlich weitergeht wie bisher und dass wir gesund bleiben.

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