Arenal /La Fortuna 15.10. - 16.10.

Die Fahrt zum Parque Nacional Arenal war zwar lang, doch sehr schoen. Zuerst ging es 1,5 Stunden mit dem Boot durch den Regenwald, danach fuhren wir zwei Stunden weiter im Minibus und wir verliessen dann die anderen Mitreisenden an einer Kreuzung, wo uns bereits der naechste Minibus erwartete. Unterwegs sahen wir hunderte von Sperbern und Falken auf dem Vogelzug nach Suedamerika (v.a. Argentinien). Ein Passagier war Biologe und zeigte es uns, sonst waere es uns gar nicht aufgefallen. Der Fahrer danach freute sich, dass wir uns fuer die Landwirtschaft interessieren und er zeigte uns eine Yuccaplantage, wobei er uns die Ernte und die Planzung erklaerte. Ausserdem fuhr er noch einen kleinen Umweg und wir konnten die Riesenechsen (Iguanas) in Baeumen aus naechster Naehe betrachten und fotografieren.Sobald man hier mit den Leuten in ihrer Sprache spricht, oeffnen sich sofort die Tueren!
Am Abend besuchten wir im Ort des Hotels, La Fortuna, ein Rodeo, etwas sehr spezielles hier in Costa Rica. Zwoelf Reiter von Stieren wird je ein Tier zugelost, das sie in einem kleinen Pferch besteigen und dann einhaendig oder freihaendig (!!!) versuchen, sich mindestens 8 Sekunden auf dem Stier zu halten. Das Ganze findet in einer Arena statt, fast wie der Stierkampf in Spanien, nur eben unblutig (falls der Reiter nicht abgeworfen wird, wie es auch passierte) Wenn der Reiter vom Stier absteigt oder abgeworfen wird, lenken seine Mitstreiter den Stier ab und er wird dann von zwei Reitern mit dem Lasso eingefangen und aus der Arena geschafft. Faszinierend, doch nach 9 Stieren sind wir gegangen, da wir muede wurden. Soviel Aufregung ist dann doch nichts!
Am naechsten Tag, Montag, gingen wir zu Fuss in tropischer Hitze zu einem Wasserfall 5 Kilometer ausserhalb von La Fortuna. Es ging bergauf und wir waren total durchgeschwitzt, als wir am Eingang zum Wasserfall ankamen. Der "Catarata" ist etwa 40 Meter hoch und im See darunter kann man baden, was Friedel und ich prompt taten. Das Wasser war erfrischend kuehl und wir erholten uns rasch von der Wanderung. Zur Zeit ist eine Franzoesin mit uns unterwegs, die dieselbe Tour gebucht hat. Da sie kein Englisch und Spanisch spricht ist sie froh, dass sie sich an uns haengen kann. Doch Franzoesich zu sprechen faellt uns jetzt schwer, da wir es mit dem Spanischen durcheinander bringen. Ein bisschen klappt es ja, doch diese beiden Sprachen wollte ich nicht parallel unterrichten!
Am Nachmittag stand die Besichtigung des Vulkans Arenal auf dem Programm. Zuerst fuhren wir mit dem Bus und 10 weiteren Passagieren auf die Seite des Vulkans, von wo aus man die Eruptionen verfolgen kann. Wir hatten ausgesprochenes Glueck, denn der Himmel war klar und bei Anbruch der Daemmerung sah man die gluehende Lava den Berg herunterrollen. In den Bueschen in der Naehe blinkten die Gluehwuermchen und man hoerte die Felsbrocken poltern. Dieses Schauspiel genossen wir dann wenig spaeter in einem Thermalbad in einem Becken sitzend und dies noch bei Stromausfall mit Kerzenlicht! ¡Qué romántico!

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