Joshua Tree National Park/ Los Angeles 1./2./3.10.
Die Fahrt vom Crand Canyon zum naechsten National Park fuehrte uns durch die Mojavewueste und es wurde unglaublich heiss. Unterwegs hielten wir an um Mittagspause zu machen. Als wir ausstiegen, mussten wir fast die Luft anhalten, so warm war es. In dem kleinen Restaurant war es allerdings angenehm. Danach fuhren wir etwa zwei Stunden auf einer Strasse wo wir auf der ganzen Strecke vielleicht 10 Autos trafen. Nur heruntergekommene Bruchbuden mit Autowracks daneben, nicht gerade wohnlich das Ganze. Zum Joshua Tree National Park ging es wieder in die Berge, d.h. es wurde wieder etwas kuehler und am hoechsten Punkt der Strasse war unser Campground. Ohne Wasser, Strom, aber mit Toiletten. Ausser uns waren noch ein paar Camper da, ansonsten war es abends aussergewoehnlich still. Nur die Grillen zirpten, ansonsten war nichts zu hoeren! Leider war es bewoelkt, so dass wir den Sternenhimmel nicht sehen konnten. Von da oben muss er sehr klar zu sehen sein, ohne Luftverschmutzung! So gut wie in dieser Nacht hatten wir die ganze Zeit noch nicht geschlafen. Morgens wachten wir gerade zum Sonnenaufgang um halb sieben auf - richtig romantisch! Wir fuhren noch zu einem Aussichtspunkt und sahen von dort aus den Andreasgraben mit Palm Springs und einen Riesenwindkraftpark, in einem Durchlass zwischen zwei Gebirgszuegen. Diese Stelle dient als Entlueftung der Gegend von Los Angeles, d.h. der ganze Smog wird hierher verfrachtet und verteilt. Die Gegend hier wirkt ausserordentlich bizarr durch die Joshuatrees, d.h. Yuccabaeumen, und die vielen Kakteenarten. Auch dies hier war wieder ein sehr lohnenswertes Ziel, mit einem ganz anderen Charakter wie bisher. Ueberhaupt war die Reise durch die Nationalparks gepraegt durch die vielen unterschiedlichen Eindruecke von der Natur. Allerdings wird man davon auch manchmal fast erschlagen.
Wir fuhren an dem Morgen noch nach Los Angeles auf einen Campground nicht weit weg von unserer Mietstation. Nachmittags machten wir einen Spaziergang zu einem Einkaufszentrum und in der Mittelklassegegend sahen wir haeufig amerikanische Fahnen an den Haeusern. Allerdings gab es sie aber auch am Strassenrand mit den Namen der gefallenen Soldaten/innen der Gemeinde und mit dem Aufdruck - We thank you for your service to the country. Am naechsten Tag gaben wir dann das Wohnmobil bei Cruise America ab. Unsere Sachen, die wir geschenkt bekamen (Toaster, Weinglaeser, Tischdecke etc.) gaben wir an andere Camper weiter, die gerade ihre Reise antraten.
Am Flughafen in LA mieteten wir uns einen PT Cruiser (Chrysler) mit gerade 5 Meilen - brandnew und fuhren damit in einen Vorort von San Diego wo wir die Familie Berthold besuchen, die schon seit 6 Jahren hier leben. Hier bleiben wir eine Woche, dann geht es weiter nach Costa Rica.

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