Sabbateln mit Friedel und Horst

Saturday, October 28, 2006

Puebla 26.10.- 28.10.

Heute sind wir mit einem Luxusbus (fuer uns zumindestens) von México DF in zwei Stunden bis Puebla gefahren. Unterwegs wurde mit Computertechnik eine DVD gezeigt, allerdings beschaeftigte ich mich mit einer mexikanischen Zeitung. Die Busverbindungen hier sind einmalig und werden dementsprechend auch genutzt. Vom Busbahnhof fuhren wir dann ins Hotel Colonial, ein ehemaliges Klostergebaeude und jetzt zum Hotel umfunktioniert. Viele alte Moebel sind erhalten und die Zimmer sind sehr rustikal aber gut eingerichtet. Abends zum Essen spielt eine mexikanische Gruppe Folkloremusik fuer die vielen Touristen, die hier jeden Tag durchgeschleust werden. Wir bleiben etwas laenger, deshalb faellt uns das auf. Das historische Zentrum gehoert zum Weltkulturerbe der Menschheit und nach einer Stadtrundfahrt und einigen Spaziergaengen verstehen wir, warum. Fuer den Schueleraustausch des Wieland Gymnasiums mit dem Colegio Alemán ist dies wirklich eine schoene und interessante, sowie moderne Stadt! Endlich hatte ich Gelegenheit, selbst einmal die Schule kennenzulernen! Wir hatten ein sehr interessantes Gespraech mit dem Schulleiter, der uns ueber die Schulentwicklung bis zum Jahr 2011 informierte und die Schwierigkeiten, bestimmte Dinge zu verwirklichen. Er war sehr offen und zeigte sich interessiert, wie es uns geht. Mit dem Beauftragten des Schueleraustauschs hatten wir auch Gelegenheit zu reden. Leider sind naechste Woche Ferien in der Schule, so dass sich keine Gelegenheit mehr zu einem weiteren Besuch bietet.
Heute, Samstag, besuchten wir die vom Volumen her groesste Pyramide der Welt. Man sieht einen grassbewachsenen Huegel, auf dem eine christliche Kirche von Hernán Cortés gebaut wurde. Das Interessante dabei ist aber, dass man das Innere der Pyramide in Tunneln begehen kann. Diese wurden schon von den Erbauern angelegt. Der sogenannte Guía, der uns mit einem altersschwachen VW Bus hinfuhr, konnte leider nicht mit dem Fuehrer der Pyramiden von Teotihuacatán mithalten. Aber er war sehr nett und erzaehlte uns, dass er drei Monate als Illegaler in New York arbeitete, bevor er das Land wieder verlassen musste. Wir wollen noch bis Dienstag in Puebla bleiben, denn mir blueht ein Zahnarzttermin am Montag. Danach wollen wir nach Veracruz weiterreisen.
Uebrigens: Wenn wir durch die Stadt gehen, freut sich Friedel, dass sie hier als gross und schlank gilt.

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